Der Psalm des Brandopfers

Schlachtopfer und Gaben hast du nicht gewollt; meine Ohren hast du geöffnet. Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gefordert. Da sprach ich: “Siehe, ich komme; in der Schriftrolle steht von mir geschrieben. Ich habe Lust, deinen Willen zu tun, mein Gott, und dein Gesetz ist in meinem Herzen.”
Psalm 40:6–8

Psalm 40 ist ein messianischer Psalm, weil er vom Herrn Jesus Christus spricht: von seiner Menschwerdung, dem freiwilligen Akt seines Kommens und der Wirksamkeit seines Opfers.

In Vers 6 erfahren wir von der Unzulänglichkeit der levitischen Opfer: “Opfer und Gaben hast du nicht gewollt.” Diese beiden beziehen sich auf das Friedensopfer und das Speisopfer, während im Anschluss das Brandopfer und das Sündopfer erwähnt werden: “Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gefordert.”

Beachten Sie, dass zwischen diesen beiden Aussagen steht: “Du hast mir die Ohren geöffnet.” Dies spricht von der aufopferungsvollen, freiwilligen Handlung des vollkommenen Dieners Gottes, des Herrn Jesus Christus. Es erinnert uns an 2. Mose 21,1–6, wo von dem Diener die Rede ist, der seinen Herrn, seine Frau und seine Kinder liebte und nicht freiwillig weggehen wollte. Der Herr führte ihn zur Tür oder zum Türpfosten und durchbohrte ihm mit einem Pfriem das Ohr; dann diente der Diener ihm für immer. Der Herr Jesus ist der vollkommene Diener Gottes, wie wir in den Gottesknechtsliedern Jesajas (Jes 42, 49, 50, 52–53) und auch im Markusevangelium sehen.

Sein Daseinszweck war es, den Willen dessen zu tun, der ihn gesandt hatte. Er konnte sagen: “Ich habe Freude daran, deinen Willen zu tun, mein Gott.” In Hebräer 10,5 zitiert der Apostel die heutige Stelle mit den Worten: “Einen Leib hast du mir bereitet”, und in diesem Leib konnte unser Herr sagen: “Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu vollenden” (Joh 4,34).

Anker für heute:
Die Größe und Herrlichkeit des Sohnes Gottes zu begreifen, sollte uns dazu bewegen, Lobpreisungen aus anbetenden Herzen auszugießen!

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