Das Gebet ist immer die beste Option

Und es geschah im Monat Nisan, im zwanzigsten Jahr des Königs Artaxerxes, als Wein vor ihm stand, dass ich den Wein nahm und ihn dem König gab. Nun war ich in seiner Gegenwart nie traurig gewesen.
Nehemia 2:1

Nehemia handelte nicht überstürzt, sondern wartete auf den Herrn. Seit vier Monaten wartete er nun schon. Warten fällt den meisten von uns schwer – wir warten und fragen uns, wann sich endlich etwas ändert, wann sich eine Tür öffnet oder wann sich unsere Umstände zum Guten wenden. Oft denken wir, Warten sei passiv, es bedeute, untätig herumzusitzen. Doch in Kapitel 1, Verse 4–11 und hier in Kapitel 2, Vers 4 lesen wir, was Nehemia während seines Wartens tat: Er war nicht passiv, er betete! Nehemia war ein Mann des Gebets. Zwölfmal lesen wir in diesem Buch von seinem Gebet!

Nehemia diente vor dem Thron von König Artaxerxes, doch er brachte seine Sorgen vor den Thron Gottes! Nie zuvor war er in Gegenwart des Königs traurig gewesen. Doch der König spürte, dass Nehemia etwas bedrückte. Nehemia hatte große Angst, denn in der Gegenwart des Königs konnte man nur glücklich sein. Da stand er nun mit gebrochenem Herzen vor dem Thron des Königs. Was sollte er nur tun? Nehemia wandte sich mit seinen Sorgen erneut an einen höheren Thron! Er betrat den Thronsaal des allmächtigen Gottes und warf seine Ängste dem Gott des Himmels über.

Welche Lehren können wir von diesem Mann des Gebets ziehen! Der König sah Trauer in Nehemias Gesicht, doch der Gott des Himmels sieht die Trauer in jedem von uns! Als man sich dem König näherte, gingen die Menschen voller Furcht und Zittern hinein. Aber wir können uns heute voller Zuversicht dem Thron der Gnade nähern, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden, die uns in der Not hilft (Hebr. 4,14–16). Das Gebet ist nicht der letzte Ausweg; es ist der einzige Ausweg und immer der beste! Wir sollten es Nehemia gleichtun und es zu unserem ersten Ausweg machen!

Anker für heute:
Welch ein Freund ist Jesus, der all unsere Sünden und Leiden trägt!
Welch ein Privileg, alles im Gebet zu Gott zu bringen!
Oh, welch einen Frieden wir oft verspielen! Oh, welch unnötigen Schmerz wir ertragen!
Alles nur, weil wir nicht alles im Gebet zu Gott bringen.
– Joseph Scriven