Auf der Suche nach dem Wort

“Ich habe das Buch des Gesetzes im Haus des Herr.Und Hilkija gab das Buch Schafan… Als der König die Worte des Gesetzes hörte, zerriss er seine Kleider.
2 Chronik 34:15, 19

Josia wurde in jungen Jahren und in einer sehr finsteren Zeit König, doch “er wich weder zur Rechten noch zur Linken ab” (2 Chr 34,2). Er war sehr ausgeglichen und verfiel keinem Extrem. Josia sah sich mit Spaltung, Verwirrung und allerlei Übel konfrontiert. Doch in diesen dunklen Tagen war es das Licht des Wortes Gottes, das dem Land neue Erweckung brachte.

Das Buch des Gesetzes wurde gefunden; es war vernachlässigt, vergessen und im Tempel verloren gegangen. Vielleicht hielten es manche für ein überholtes, uraltes Relikt; vielleicht war es deshalb im Haus des Herrn falsch platziert worden. Gemäß den Geboten an Josua sollte dieses Buch nicht von ihrem Mund weichen. Sie sollten es studieren und sich ihm unterwerfen (Jos 1,7–9). Jeder neue König, “sobald er auf dem Thron seines Königreichs sitzt, soll sich eine Abschrift dieses Gesetzes in ein Buch schreiben, nach dem, das vor den Priestern, den Leviten, liegt” (Dtn 17,18). Doch dieses Buch war lange Zeit vernachlässigt worden.

Wir leben in einer Gesellschaft, die das Wort Gottes in vielerlei Hinsicht vernachlässigt hat. Die Bibel gilt als überholtes religiöses Relikt, das in unserer heutigen Zeit keine Relevanz mehr hat. Doch gerade diese Vernachlässigung erklärt den Zustand unserer Städte, unseres Landes und unserer Welt. Viele bekennende Gläubige haben das Wort Gottes heute vernachlässigt. Oft wird die Bibel verharmlost, verwässert oder schlichtweg als nicht mehr auf unsere Welt anwendbar betrachtet. Aber wir sollten es wie Jeremia machen, der sagte: “Als ich deine Worte fand, aß ich sie, und dein Wort war mir Freude und Wonne meines Herzens” (Jer 15,16).

Anker für heute:
Lasst uns wie Josia und Jeremia sein, die eifrig nach dem Wort Gottes suchten.