Ein Gebet um Integrität
Zwei Dinge bitte ich Dich (nimm sie mir nicht vor meinem Tod): Entferne Lüge und Falschheit von mir; gib mir weder Armut noch Reichtum; speise mich mit dem mir zugeteilten Brot, damit ich nicht satt werde und Dich verleugne und sage: “Wer ist der Herr, der mich ruft?“ HerrOder dass ich nicht arm werde und stehle und den Namen meines Gottes entweihe.
Sprüche 30:7–9
Die meisten von uns kennen wahrscheinlich das Gebet des Jabez, aber wie vertraut ist Ihnen das Gebet des Agur? Sein Gebet ist tatsächlich das einzige, das in den Sprüchen Salomos aufgezeichnet ist. Er bat den Herrn um zwei Dinge: Integrität und Zufriedenheit.
Agur wollte ein integres Leben vor seinem Gott führen und beschreibt dieses Leben als frei von Falschheit und Lügen. Das Wort für Falschheit bedeutet Leere oder Eitelkeit. Das Wort für Lüge bedeutet Täuschung oder Betrug. Diese beiden Wörter erfassen das Wesen dieser Welt mit all ihren leeren Versprechungen und ihrer trügerischen Natur. Agur betet nicht um Hilfe, die Wahrheit zu sagen; er betet darum, vor der Verlockung alles Falschen und Unwahren bewahrt zu werden!
Es heißt oft: “Der Ruf ist das, was andere von dir denken; Integrität ist das, was wir sind, wenn niemand zuschaut!” Diese Welt versucht, unsere Zuneigung mit falschen Versprechungen, falschen Hoffnungen und falschen Vergnügungen vom Herrn abzulenken. Doch das Wort der Wahrheit, die Bibel, weist uns auf den Einen hin, der die Wahrheit ist: den Herrn Jesus Christus. Agur vertraute nicht sich selbst und setzte kein Vertrauen in seine körperlichen Fähigkeiten!
Jakobus warnt uns: “Wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, macht sich zum Feind Gottes” (Jak 4,4). David würde sagen: “Wende meine Augen ab vom Anblick des Nichtigen” (Ps 119,37).
Anker für heute:
Besitzen wir die Weisheit und Hingabe Agurs? Mögen wir “unsere Augen auf Jesus richten, sein wunderbares Angesicht vollends betrachten, und die Dinge der Erde werden im Lichte seiner Herrlichkeit und Gnade seltsam verblassen.”