Gott hatte es gut gemeint
“Ihr aber hattet Böses gegen mich im Sinn, Gott aber hatte es zum Guten gewendet, um das zu bewirken, was heute geschieht: das Leben vieler Menschen zu retten.”
Genesis 50:20
Jahrelang nagte die Schuld, Joseph in die Sklaverei verkauft zu haben, an seinen Brüdern. Diese Schuld wuchs zur Angst an, weshalb Joseph ihnen zweimal sagte:, “"Fürchte dich nicht."” Das erste Mal sagte er:, “Fürchtet euch nicht, denn bin ich an Gottes Stelle?” Beim zweiten Mal fügte er hinzu:, “Darum fürchtet euch nicht; ich werde für euch und eure Kinder sorgen.” Dann lesen wir, dass er sie tröstete und freundlich mit ihnen sprach.
Der heutige Vers ist zwischen diesen beiden Zusicherungen eingebettet. “"Fürchte dich nicht."” Joseph konnte solchen Trost und solche Güte spenden, weil er selbst Gottes Trost und Güte erfahren hatte. Stephanus, vom Heiligen Geist geleitet, gibt uns später in der Apostelgeschichte weitere Einblicke: “Und die Patriarchen wurden neidisch und verkauften Josef nach Ägypten. Aber Gott war mit ihm und errettete ihn aus all seinen Nöten und gab ihm Gunst und Weisheit vor dem Pharao, dem König von Ägypten; und dieser setzte ihn zum Statthalter über Ägypten und sein ganzes Haus ein.” (Apostelgeschichte 7,9–10).
Und wieder einmal sehen wir einen weiteren “Aber Gott” In den Worten von Stephen: Joseph lebte in der Gewissheit eines allgegenwärtigen Gottes – eines Gottes, der ihn nie verließ oder im Stich ließ. Derselbe Gott war allmächtig und errettete Joseph. von Seine Nöte. Beachten Sie: Gott verschonte Josef weder vor der Grube noch vor dem Gefängnis, aber er führte ihn heraus und in den Palast. Seine Befreiung geschah zu Gottes perfektem Zeitpunkt und gemäß Gottes perfektem Plan.
Damit kommen wir zurück zum heutigen Vers: “Ihr hattet Böses gegen mich im Sinn; aber Gott hatte Gutes im Sinn.” Joseph hatte gelernt, in Gottes liebevollen Armen zu ruhen, während er darauf wartete, dass sich sein Plan entfaltete. Dies ist eine der schwierigsten Lektionen, die wir alle lernen müssen. Paulus erinnert uns daran: “Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind.” (Röm 8,28). Und was ist Gottes Absicht? Paulus fährt fort: “Dem Bild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden” (Röm 8,29).
Anker für heute:
Gott ist immer fähig zu wirken, selbst unter den schlimmsten Umständen, um seine Ziele zu erreichen.