Die treue Liebe Gottes
“Ich habe euch geliebt”, spricht der Herr. “Doch ihr fragt: ‘Wie hast du uns geliebt?’ War nicht Esau Jakobs Bruder?”, spricht der Herr. “Doch Jakob habe ich geliebt;”
Maleachi 1:2
Maleachis Botschaft beginnt dort, wo jede Abkehr von Gott beginnt – im Herzen.
Das Volk Juda hatte Gottes Liebe zu ihnen nicht mehr wertgeschätzt. Mose hatte ihnen gesagt: “Ihr seid ein heiliges Volk dem HERRN, eurem Gott. Der HERR, euer Gott, hat euch erwählt, sein Volk zu sein, sein besonderes Eigentum unter allen Völkern auf Erden … denn der HERR liebt euch” (5. Mose 7,6–8). Dann sagte Jeremia zu ihnen: “Ich habe euch mit ewiger Liebe geliebt” (Jeremia 31,3).
Gott hatte seine Liebe zu ihnen dadurch bewiesen, dass er sie den Nachkommen Esaus vorgezogen, ihnen geholfen hatte, zurückzukehren und die verwüsteten Orte wieder aufzubauen, und ihnen erlaubt hatte, seine Größe jenseits der Grenzen Israels zu sehen (Maleachi 1,2–5). Und dennoch fragten sie: “Worin hast du uns geliebt?”
Auch heute sind wir nicht anders. Unsere Herzen können leicht gegenüber seiner Liebe zu uns abstumpfen, und wir vergessen, dass “darin die Liebe besteht: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühne für unsere Sünden” (1. Johannes 4,10). Wenn wir seine große Liebe zu uns aus den Augen verlieren, werden wir uns allmählich anderen Dingen zuwenden.
Genau das geschah mit der Gemeinde in Ephesus – sie verließen ihre erste Liebe (Offenbarung 2,4). So vieles andere hatte sich eingeschlichen, dass ihre Liebe zu Christus erloschen war. Dasselbe geschah mit Juda zur Zeit Maleachis. Auf der Suche nach materiellem Segen als Beweis für Gottes Liebe wurden sie blind für all das, was er getan hatte. Als Christen müssen wir uns durch das Wort Gottes immer wieder neu erwecken lassen, damit wir seine Liebe zu uns erkennen, die in Christi Tod für uns öffentlich sichtbar wurde.
Anker für heute
Das Leben eines Christen ist ein Pilgerweg, doch jeder Schritt dieser Reise bietet eine neue Gelegenheit, in der treuen Liebe Gottes, unseres Vaters, zu verweilen und auf sie zu vertrauen.