Eine Zeit für alles

“Alles hat seine Zeit, und alles Tun unter dem Himmel hat seine Stunde.”
Prediger 3:1

In den ersten beiden Kapiteln des Buches Prediger schildert Salomo sein Streben nach Reichtum, Weisheit, Arbeit und Frauen, nur um schließlich zu erkennen, wie leer all diese Dinge sind, wenn Gott keine Rolle spielt. Deshalb ermahnt er uns am Ende des Buches zweimal: “Gedenke nun deines Schöpfers!” (12,1.6).

Es heißt ja so schön: “Die Zeit steht für niemanden still.” Und ein anderer sagt: “Die Zeit schreitet unaufhaltsam voran.” Das Einzige, was wir in Bezug auf die Zeit mit Sicherheit wissen, ist die Gegenwart.

Im dritten Kapitel des Buches Prediger hat Salomo viel über die Zeit zu sagen. Er listet vierzehn Gegensatzpaare auf, von denen jedes sowohl einen positiven als auch einen negativen Aspekt hat:

“Es gibt eine Zeit zum Geborenwerden und eine Zeit zum Sterben;“;
Es gibt eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Ausreißen des Gepflanzten;
Eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen;
Eine Zeit zum Abbauen und eine Zeit zum Aufbauen;
Eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen;
Eine Zeit zum Trauern und eine Zeit zum Tanzen;
Es gibt eine Zeit, Steine wegzuwerfen, und eine Zeit, Steine zu sammeln;
Eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, vom Umarmen abzusehen;
Es gibt eine Zeit zum Gewinnen und eine Zeit zum Verlieren;
Eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen;
Eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Nähen;
Eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden;
Es gibt eine Zeit zu lieben und eine Zeit zu hassen;
Es gibt eine Zeit des Krieges und eine Zeit des Friedens” (Pred. 3,2–8).

Salomo erwähnt in diesem Abschnitt achtundzwanzig Mal das Konzept der Zeit und betont, dass jedem von uns von Gott eine bestimmte Zeitspanne zugeteilt wurde und dass wir dafür verantwortlich sind, sie weise zu nutzen.

Der Apostel Paulus mahnt uns, “die Zeit auszukaufen, denn die Tage sind böse” (Eph. 5,16), und dass wir “weise gegenüber denen wandeln sollen, die draußen sind, und die Zeit auskaufen” (Kol. 4,5).

Im Römerbrief ermahnt uns Paulus weiterhin:

“Und tut dies, da ihr die Zeit kennt: Es ist höchste Zeit, vom Schlaf aufzuwachen; denn jetzt ist unsere Rettung näher als zu der Zeit, als wir zum Glauben kamen. Die Nacht ist weit fortgeschritten, der Tag ist nahe. Darum lasst uns die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anlegen. Lasst uns anständig leben wie am Tag, nicht in Schwelgerei und Trunkenheit, nicht in Unzucht und Begierde, nicht in Streit und Neid. Sondern zieht den Herrn Jesus Christus an und sorgt nicht für die Begierden des Fleisches” (Röm 13,11–14).

Anker für heute:
Die uns gegebene Zeit neigt sich schnell dem Ende zu. Jeder von uns muss sich die Frage stellen: Wie verbringen wir die uns geschenkte Zeit? Für uns selbst oder zur Ehre des Herrn?