Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um die Welt zu verurteilen, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Johannes 3:16-17
Fast jeder kennt Johannes 3,16. Dieser Vers gehört zu den beliebtesten und meistzitierten Bibelversen aller Zeiten. Er wird im Sonntagsunterricht gelehrt, ist bei Sportveranstaltungen zu sehen und prangt sogar auf T-Shirts. Obwohl er weithin bekannt ist und von Jung und Alt zitiert wird, wollen wir innehalten und über die Tiefe dieses Verses nachdenken. Hier sehen wir die größte Liebe, die je offenbart wurde. Von allen Geschenken, die je gegeben wurden, ist keines vergleichbar mit der Gabe, die Gott seinen eingeborenen Sohn schenkte!
Es ist hilfreich, den Vers im Kontext von Johannes 3 zu lesen. Der Herr Jesus sprach mit einem Mann über die Wiedergeburt, der sein Leben lang fromm gewesen war. Dieser Mann, Nikodemus, war Lehrer in Israel (Johannes 3,10), doch auch er brauchte die Wiedergeburt. Es handelt sich um eine geistliche Wiedergeburt, die nur Gott bewirken kann; sie kommt von ihm als Geschenk und ist in der Person seines eingeborenen Sohnes gegenwärtig.
Um Nikodemus das zu verdeutlichen, verwendet der Herr ein Gleichnis aus dem Alten Testament: Schlangen kamen ins Lager und bissen die Menschen wegen ihres Ungehorsams. Gott hatte Mose befohlen, eine eherne Schlange anzufertigen und sie an einer Stange aufzuhängen, sodass sie jeder sehen konnte. Jeder, der sich umdrehte und die auf der Stange emporragende eherne Schlange ansah, wurde gerettet. Der Herr Jesus sagte: “Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss auch der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.”
Der Herr Jesus nutzte das Schicksal der Israeliten in 4. Mose 21, um Gottes Heiligkeit, Gnade und Liebe zu veranschaulichen. In seiner Heiligkeit sandte er Schlangen zu den rebellischen Israeliten, die ihrem Gott ungehorsam gewesen waren. Doch seine Gnade und Liebe boten ihnen einen Ausweg. Während die giftigen Schlangen sie bissen, brauchten sie nur die eherne Schlange anzusehen, die der Herr Mose hatte anfertigen lassen. Wer diese Schlange ansah, blieb am Leben; wer sie aber nicht ansah, war bereits verdammt. Dies war Gottes Vorkehrung, um sie zu retten.
Der Herr Jesus nutzte diese Geschichte, um zu verdeutlichen, warum Gott seinen Sohn in die Welt sandte – nicht um sie zu verdammen, sondern damit wir durch ihn (Jesus Christus) gerettet werden. Gott selbst zeigte uns seine Liebe dazu, “indem Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren” (Röm 5,8). Im Johannesevangelium (Kapitel 3) lesen wir weiter: “Wer an ihn glaubt, wird nicht verurteilt; wer aber nicht glaubt, ist schon verurteilt, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat. Und darin besteht das Gericht: Das Licht ist in die Welt gekommen, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Taten waren böse” (Joh 3,18–19).
Das größte Liebesgeschenk aller Zeiten war die Sendung Gottes, seines Sohnes Jesus Christus, in die Welt, um die Menschheit zu erlösen, die vom Gift der Sünde befallen und bereits verdammt war. Er sandte seinen Sohn, der an unserer Stelle am Kreuz leiden sollte, “einmal für die Sünden, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe” (1 Petr 3,18).
Johannes 3 endet mit einem weiteren Hinweis auf Gottes großes Geschenk, das jedem angeboten wird, der an den gekommenen Sohn glaubt. In Vers 36 lesen wir: “Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.”
Gott ist heilig und hat die Sünde im Fleisch verurteilt, als er “seinen eigenen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches, um der Sünde willen” sandte. Gleichzeitig bewies er die größte Liebe und schenkte das größte Geschenk, das ein Mensch geben kann! Hast du sein Geschenk der Erlösung angenommen?