Der allmächtige Gott

“Als Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der Herr und sprach zu ihm: ‘Ich bin der allmächtige Gott; wandle vor mir und sei untadelig. Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir schließen und dich überaus zahlreich machen.’”
Genesis 17:1–2

Dies ist das fünfte Mal, dass wir lesen, dass der Herr Abram erschien, doch das letzte Mal, dass Gott zu ihm sprach, war dreizehn Jahre zuvor. Abram hatte den Herrn erfahren, als er in den Kapiteln 12–13 begann, im Glauben zu wandeln. In den Kapiteln 14–15 hatte er gelernt, wie wichtig es ist, sich auf seinen Gott zu verlassen, als er im Glauben kämpfte. Doch nun, in den Kapiteln 16–17, fällt es Abram und seiner Frau schwer, im Glauben auf den Herrn zu warten. Gott hatte Abram und sein Nachkommen das Land verheißen, doch sie waren älter und hatten noch immer keine Kinder. In Kapitel 16 tut Sarai, was wir oft tun – sie nimmt die Dinge selbst in die Hand. Sie gibt ihre ägyptische Magd Hagar Abram zur Frau, doch das schafft nur noch mehr Probleme!

Oftmals geraten wir in Situationen, in denen wir versuchen, Probleme allein zu lösen, und verschlimmern die Lage dadurch nur. Der Herr möchte nicht, dass wir uns auf unser eigenes Einfallsreichtum oder unsere eigene Kraft verlassen. Er möchte, dass wir glauben, dass ihm nichts unmöglich ist und dass er jedes Hindernis in eine Gelegenheit verwandeln kann, seine Herrlichkeit zu offenbaren!

Der Herr offenbart sich Abram als der allmächtige Gott. Dieser Name setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: El, was Macht bedeutet, und Schaddai, was die gesamte Macht und Allgenügsamkeit in sich vereint. Der Herr wollte Abram verkünden, dass Sarai, mit neunzig Jahren, einen Sohn gebären würde! Abram, Sarai und alle anderen glaubten, ihr Leib sei tot, doch der Herr war im Begriff, das Unmögliche zu vollbringen. Er war mehr als fähig, eine wunderbare Geburt zu bewirken!

Wie schon bei Abram kann sich der Herr uns durch sein Wort genau so offenbaren, wie wir es brauchen. Stehst du vor einer wichtigen Entscheidung oder befindest du dich in einer scheinbar ausweglosen Situation? Dann handle nicht vor dem Herrn! Warte darauf, dass er dir seine Macht und Stärke offenbart! Abram wurde angewiesen, vor dem Herrn zu wandeln und unadelig zu sein. Paulus erinnert uns: “Er, der seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat – wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?” (Röm 8,32). Vertraue darauf, dass er für dich sorgt!

Anker für heute:
Wenn du vor einer unmöglichen Situation stehst, wandle vor dem Angesicht des Herrn, ihm ganz zu ergeben, und er wird dir zeigen, dass er in deinem Nicht der allgenügsame Gott ist.

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