Die Herrlichkeit auf dem Berg
“Während er noch redete, siehe, da überschattete sie eine helle Wolke; und plötzlich ertönte eine Stimme aus der Wolke, die sprach: ‘Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Auf ihn sollt ihr hören!’”
Matthäus 17:5
In Kapitel 16 sprach der Herr Jesus mit seinen Jüngern darüber, wer er war, was sein Dienst war und was es kostete, ihm nachzufolgen. Dann nahm unser Herr Petrus, Jakobus und Johannes mit auf einen hohen Berg, wo er vor ihren Augen verklärt wurde. Von dem Wort „verklärt“ leitet sich unser Wort ab. Metamorphose, Das bedeutet, dass sich etwas von innen nach außen verändert. Anders ausgedrückt: Was im Inneren ist, wird im Äußeren sichtbar.
Genau so verhielt es sich mit der Herrlichkeit des Herrn Jesus. Diesen drei Männern wurde ein flüchtiger Blick auf seine Herrlichkeit gewährt. Der Geist Gottes lenkte in dieser Passage unsere Aufmerksamkeit auf vier Aspekte der Herrlichkeit des Herrn.
Zunächst erkennen wir die Herrlichkeit seiner Person. In Lukas 9,28–29 lesen wir, dass sich während seines Gebets “sein Angesicht verändert und sein Gewand weiß und glänzend wurde”. Im Lukasevangelium wird er als der von Gott abhängige, der betende und der gehorsame Mensch dargestellt. Das Leid der Erde lässt sich auf den Ungehorsam und die Unabhängigkeit des Menschen von Gott zurückführen, doch die kommende Herrlichkeit gründet sich auf diesen von Gott abhängigen Menschen. Hier sehen wir ihn als den verherrlichten Menschen.
In Vers 3 lesen wir, dass Mose und Elia erschienen sind und mit dem Herrn sprachen. Mose erinnert uns an das Gesetz, und Elia steht für die Propheten. Gemeinsam repräsentieren sie das Alte Testament. Zusammen mit den Jüngern erinnern sie uns daran, dass sowohl das Alte als auch das Neue Testament auf den Herrn Jesus Christus ausgerichtet sind. Alles findet in ihm seine Erfüllung. Lukas 9,30 berichtet, worüber sie sprachen: Sie “sprachen über seinen Tod, den er in Jerusalem vollbringen sollte”. Hier erkennen wir die Herrlichkeit des Kreuzes, “das Leiden Christi und die Herrlichkeit, die darauf folgte” (1 Petr 1,11). Wir sehen auch die Herrlichkeit seiner Unterwerfung, die im Garten Gethsemane noch deutlicher Zutage treten sollte.
Anker für heute:
Die Herrlichkeit seiner Person, die Herrlichkeit seines Reiches, die Herrlichkeit seines Leidens und die Herrlichkeit seiner Unterwerfung – welch ein Anblick für uns und welch eine Botschaft, die wir in unseren Seelen bewahren sollten!