Ein Gebet um Standard

“Zwei Dinge bitte ich dich (verweigere sie mir nicht vor meinem Tod): Entferne Lüge und Falschheit von mir; gib mir weder Armut noch Reichtum. Gib mir zu essen mit dem mir zugeteilten Brot, damit ich nicht satt werde und dich verleugne und sage: 'Wer ist der Herr?' Oder damit ich nicht arm werde und stehle und den Namen meines Gottes entweihe.‘
Sprüche 30:7–9

Wir haben gesehen, dass Agur in seinem Gebet den Herrn um zwei Dinge bat: Integrität und Zufriedenheit. Seinen Wunsch nach Integrität haben wir bereits betrachtet; Nun wollen wir uns dem zweiten Teil seines Gebets zuwenden – seinem Wunsch, mit dem zufrieden zu sein, was Gott ihm gegeben hat. Dies nennt man Zufriedenheit.

Der Herr Jesus erinnert uns: “Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz” (Mt 6,21). Der Apostel Paulus schrieb: “Frömmigkeit aber, verbunden mit Genügsamkeit, ist ein großer Gewinn … Denn die Geldgier ist eine Wurzel allen Übels” (1 Tim 6,6.10). Diese Verse zeigen uns, worauf wir unsere Prioritäten setzen sollen.

Es ist nichts Falsches daran, für unsere Bedürfnisse zu beten: “Unser tägliches Brot gib uns heute … Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen” (Matthäus 6,11.13). Doch wir sollen uns nicht “Sorgen machen und fragen: Was sollen wir essen?.

Diese Zufriedenheit sehen wir beim Apostel Paulus, der schrieb: “Nicht, dass ich Mangel litte; denn ich habe gelernt, in jeder Lage zufrieden zu sein. Ich weiß, was es heißt, Mangel zu leiden, und ich weiß, was es heißt, Überfluss zu haben. Ich bin mit allem vertraut: satt zu sein und zu hungern, Überfluss zu haben und Mangel zu leiden” (Philipper 4,11–12).

Als Nachfolger Jesu Christi möchte er, dass wir ihm in all unseren Bedürfnissen vertrauen, egal wie groß oder klein sie sind. Wir dienen einem großen Gott, der “alles, was ihr braucht, nach seinem Reichtum an Herrlichkeit in Christus Jesus geben kann” (Philipper 4,19).

Wir leben in einer Welt der Unzufriedenheit, und die Werbung suggeriert uns ständig, dass auch wir nicht zufrieden sein sollen. Doch wir brauchten die Haltung Agurs, der mit dem zufrieden sein wollte, was der Herr ihm gab.

Anker für heute
Möge der Herr unser Mittelpunkt sein und uns helfen, mit seinen täglichen Segnungen zufrieden zu sein. Und mögen wir, wenn wir in Not sind, auf seine Güte vertrauen, die uns versorgt.

 

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