Gott ist souverän

Unser Gott ist im Himmel; er tut, was ihm gefällt.
Psalm 115:3

Gott ist souverän. Das bedeutet, dass er der höchste Herrscher des Universums ist und tun kann, was ihm gefällt. Und weil Gott gerecht ist, ist alles, was ihm gefällt, vollkommen und immer richtig. Der Herr verkündet durch den Propheten Jesaja: “Mein Ratschluss soll bestehen, und alles, was mir gefällt, will ich tun” (Jes 46,10). Nachdem Nebukadnezar vom Herrn gezüchtigt worden war, rief er aus: “Er tut, was er will, mit dem Heer des Himmels und mit den Bewohnern der Erde. Niemand kann seine Hand aufhalten oder zu ihm sagen: ‘Was hast du getan?'” (Dan 4,35). In Römer 9,20 erinnert uns Paulus daran, dass wir kein Recht haben, Gottes Handeln in Frage zu stellen: “Aber wahrlich, Mensch, wer bist du, dass du mit Gott Widersprichst? Spricht etwa das Gebilde zu dem, der es geformt hat: ‘Warum hast du mich so gemacht?'” Der Apostel erklärt auch, dass Gott derjenige ist, “der alles nach dem Ratschluss seines Willens wirkt” (Eph 1,11).

Die Propheten Jesaja und Jeremia sprechen beide von Gott als dem Meistertöpfer (Jes 29,16; 45,9; 64,8; Jer 18,6). Wenn er der Töpfer ist – und das ist er –, dann sind wir der Ton! Durch Schöpfung und Erlösung hat er Rechte über uns. Wir sollten uns ihm in jeder Lage unterordnen und niemals an seiner Fürsorge, seinem Mitgefühl und seiner Liebe zu dem Gefäß zweifeln, das er formt. Die Wahrheit seiner Souveränität in meinem Leben erlaubt es ihm, mich nach seinem Willen zu gestalten, ohne dass ich seine Entscheidungen infrage stelle.

Die Lehre von seiner Souveränität tröstet uns auch in Zeiten des Drucks, denn wir wissen, dass er als höchster Herrscher seine Ziele verfolgt und sie zum gewünschten Ergebnis führen werden. Er hat das Werk an seinem Gefäß begonnen und wird es vollenden (Phil 1,6). Meine Verantwortung ist es, mich ihm unterzuordnen.

Anker für heute:
Wir begreifen ihn nicht, doch Erde und Himmel erzählen es.
Gott sitzt als Herrscher auf dem Thron und regiert alle Dinge wohl.
– Paul Gerhardt