“So wurde ich groß und übertraf alle, die vor mir in Jerusalem waren. Auch meine Weisheit blieb bei mir. Alles, was meine Augen begehrten, verweigerte ich ihnen nicht. Ich hielt mein Herz von keiner Freude fern, denn mein Herz freute sich über all meine Arbeit; und dies war mein Lohn für all meine Mühe. Da betrachtete ich all die Werke, die meine Hände vollbracht hatten, und die Mühe, mit der ich mich abgemüht hatte; und siehe, alles war eitel und ein Haschen nach Wind. Es gab keinen Gewinn unter der Sonne.”
Prediger 2:9–11
Salomo war ein Mann auf der Suche nach Zufriedenheit und Erfüllung. Er hatte alles Mögliche ausprobiert. In den ersten beiden Kapiteln des Buches Prediger beschreibt Salomo die Unruhe des Lebens (1,4–11), prüft alle Vergnügungen des Lebens (1,12–2,11) und schließt mit einer Betrachtung des Sinns des Lebens (2,12–23).
Salomo fasst seine Suche zusammen und erklärt, dass die Aktivitäten des Lebens leer sind, wenn Gott außen vor gelassen wird:
“Nichts ist besser für den Menschen, als zu essen und zu trinken und dass seine Seele sich an seiner Arbeit erfreut. Auch dies, so sah ich, kommt von Gott. Denn wer kann mehr essen oder Freude haben als ich? Gott gibt Weisheit, Erkenntnis und Freude dem Menschen, der ihm gefällt; dem Sünder aber gibt er die Arbeit des Sammelns und Einsammelns, damit er dem geben kann, der vor Gott gut ist. Auch das ist eitel und ein Haschen nach Wind” (Prediger 2,24–26).
Das Buch Prediger beschreibt Salomos Suche nach dem wahren Sinn des Lebens. Im Rückblick auf sein Leben kommt er zu dem Schluss, dass ein Leben ohne Gott völlig leer ist. Beim Lesen der ersten beiden Kapitel dieses Buches wird uns die Hoffnungslosigkeit der Menschheit ohne Gott deutlich.
“Ein Geschlecht vergeht, und ein anderes kommt; aber die Erde bleibt ewiglich” (Prediger 1,4).
In Salomos Augen – und in den Augen vieler Menschen heute – kommen und gehen die Menschen, doch die Welt dreht sich weiter. Die Sonne geht auf und die Sonne geht unter (Prediger 1,5). Was also ist der Sinn des Lebens? Alles erscheint sinnlos und frustrierend, weil wahre Erfüllung und Zufriedenheit nicht in den Dingen dieser Welt zu finden sind.
Salomo betrachtet seine Errungenschaften, seinen Reichtum, seine Weisheit und seine Arbeit, doch er verspürt den Wunsch nach mehr. Er sehnt sich nach einem tieferen Sinn seines Lebens.
Anker für heute:
Das wahre Leben in Fülle kann nur von Gott durch den Herrn Jesus Christus kommen, der erklärte: “Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben” (Johannes 10,10).