“Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.”
Galater 5:22–23
Es ist interessant festzustellen, dass, als der Apostel Paulus, der Apostel erschien vor Antonius Felix, “Er redete über Gerechtigkeit, Selbstbeherrschung und das kommende Gericht.” Daraufhin “erschrak Felix und antwortete: ‘Geh jetzt weg; wenn ich Zeit habe, werde ich dich rufen lassen’” (Apostelgeschichte 24,25).
Die Pharisäer waren religiöse Führer, die fasteten, beteten und Almosen gaben. Äußerlich schienen sie Selbstbeherrschung zu besitzen. Doch in Matthäus 23,25.27 sagte der Herr Jesus über sie: “Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler! Denn ihr reinigt das Äußere von Becher und Schüssel, aber innen sind sie voll von Raub und Selbstsucht… Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler! Denn ihr gleicht getünchten Gräbern, die zwar von außen schön aussehen, aber innen voll von Totengebeinen und aller Unreinheit sind.”
Laut der Heiligen Schrift lebte Felix offenbar ohne Selbstbeherrschung, während die Pharisäer zwar äußerlich diszipliniert lebten, innerlich aber von Genusssucht geprägt waren. Keiner von beiden wusste, was es bedeutet, ein vom Heiligen Geist erfülltes Leben zu führen und wahre Selbstbeherrschung zu zeigen.
Selbstbeherrschung wird manchmal übersetzt als Mäßigkeit. Es ist die Fähigkeit, die eigenen Leidenschaften und Begierden zu beherrschen. Der Apostel Paulus veranschaulicht dies, indem er das christliche Leben in 1. Korinther 9,24–27 mit einem Wettlauf vergleicht: “Wisst ihr nicht, dass zwar alle Läufer im Wettlauf laufen, aber nur einer den Preis gewinnt? Lauft so, dass ihr ihn erlangt! Jeder, der an einem Wettlauf teilnimmt, übt sich in Selbstbeherrschung. Jene tun es, um einen vergänglichen Siegeskranz zu gewinnen, wir aber einen unvergänglichen. Darum laufe ich so: nicht ziellos. So kämpfe ich: nicht wie einer, der in die Luft schlägt. Vielmehr bezwinge ich meinen Körper und halte ihn im Zaum, damit ich nicht, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst verwerflich werde.”
Petrus, der Apostel Ebenso stellt es uns vor Herausforderungen: “Setzt allen Fleiß daran und fügt zu eurem Glauben Tugend hinzu, zur Tugend Erkenntnis, zur Erkenntnis Selbstbeherrschung, zur Selbstbeherrschung Geduld, zur Geduld Gottesfurcht, zur Gottesfurcht brüderliche Liebe und zur brüderlichen Liebe die Liebe” (2 Petr 1,5–7).
Wir leben in einer Zeit, die von mangelnder Selbstbeherrschung geprägt ist (2 Tim 3,3). Mögen wir dennoch die Früchte eines selbstbeherrschten Lebens zeigen, sowohl im Privaten als auch in der Öffentlichkeit.
Anker für heute:
Mögen wir ein vom Heiligen Geist geleitetes Leben führen zur Ehre Gottes.