Als der Südwind schwach wehte, nahmen sie an, ihr Ziel erreicht zu haben, und stachen in See. Sie segelten dicht an Kreta vorbei.
Apostelgeschichte 27,13
Paulus hatte den zuständigen Hauptmann vor drohendem Unheil gewarnt, doch dieser ignorierte ihn und befahl, in See zu stechen. Den weiteren Verlauf der Geschichte kennen wir aus der Apostelgeschichte 27. Der Sturm tobte, das Schiff und seine Ladung gingen unter, und durch Gottes Gnade wurden Paulus und seine Begleiter gerettet.
Der Zenturio musste sich entscheiden, ob er in Fair Havens überwintern oder in See stechen und versuchen sollte, den Hafen von Phoenix zu erreichen. Aus den Fehlern des Zenturios können wir viel lernen. Seine Vorgehensweise bei der Entscheidungsfindung ist ein klassisches Beispiel dafür, wie man Gottes Willen nicht erkennen sollte.
Er wurde ungeduldig. (Apostelgeschichte 27,7-9.12). Er wollte nicht im unwirtlichen Hafen von Fair Havens bleiben, da dieser den Winterstürmen zu stark ausgesetzt war. Phoenix bot einen geschützteren Hafen. Er wollte weiterziehen. Ungeduld ist ein Zeichen von Unreife und Unglauben. Der Prophet Jesaja erinnert uns daran:, “Wer glaubt, soll nicht übereilt handeln.” (Jesaja 28:16).
Er hörte auf den “Expertenrat”.” des Schiffsführers und Kapitäns statt Gottes Wort (Apostelgeschichte 27,10-11). Egal, was die “Experten” sagen, verlass dich auf die Wahrheit von Gottes Wort.
Er nahm an der Abstimmung teil. (Apostelgeschichte 27,12). Die Mehrheit stimmte für den Auszug, und die Mehrheit lag falsch! Erinnert ihr euch? Die Mehrheit hielt Israel vom Gelobten Land fern, und die Mehrheit stimmte für die Kreuzigung Christi! Gehorcht Gottes Wort, selbst wenn die ganze Welt gegen euch ist.
Er lebte nach dem Sehen, nicht nach dem Glauben. (Apostelgeschichte 27,13). Der “Südwind wehte sanft” und war für ihn das Zeichen, sich in Bewegung zu setzen. Hüte dich vor vermeintlich goldenen Gelegenheiten, die Gottes Anweisungen zu widersprechen scheinen. Südwinde können sich oft zu Sturmwinden entwickeln.
Anker für heute:
Manchmal geraten wir aus denselben Gründen in Stürme. Der einzig sichere Weg, sein Leben zu steuern, ist, Gottes Wort zu befolgen, komme, was wolle!