Die Gnade sei mit euch und der Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.
Epheser 1:2
Die Gnade sei mit allen, die unseren Herrn Jesus Christus aufrichtig lieben. Amen.
Epheser 6,24
Der Apostel Paulus verlor die Gnade Gottes in seinem Leben nie aus den Augen und hielt sie auch nicht für selbstverständlich. Fast jeden Brief beginnt er mit “Gnade sei mit euch” und beendet ihn mit “Gnade sei mit euch”. Es war die Gnade Gottes, die Paulus auf dem Weg nach Damaskus erreichte, als er noch Drohungen gegen die Nachfolger Christi aussprach. Paulus drückt es so aus: “Ich danke Christus Jesus, unserem Herrn, der mich gestärkt hat, weil er mich für treu hielt und mich in seinen Dienst berief, obwohl ich früher ein Lästerer, ein Verfolger und ein Frevler war. Doch mir wurde Barmherzigkeit zuteil, weil ich unwissend und ungläubig handelte. Die Gnade unseres Herrn aber war überreichlich, mit Glauben und Liebe, die in Christus Jesus sind. Das ist gewisslich wahr und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, unter denen ich der größte bin. Doch gerade deshalb wurde mir Barmherzigkeit zuteil, damit an mir als erstem Jesus Christus seine ganze Geduld erweisen konnte, als Vorbild für alle, die an ihn glauben werden zum ewigen Leben. Dem König, dem ewigen, unsterblichen, unsichtbaren Gott allein, sei Ehre und Herrlichkeit in alle Ewigkeit! Amen.” (1 Tim 1,12–17).
Paulus erniedrigte sich nicht einfach und dachte auch nicht geringer von sich selbst. Er war so sehr damit beschäftigt, was Christus in seinem Leben bewirkte und wovon ihn die Gnade Gottes geführt und wohin sie ihn gebracht hatte, dass diese Gnade ein durchgängiges Thema in Paulus“ Leben und Schriften war. Zehnmal eröffnete er seine Briefe mit ”Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus“, und neunmal schloss er sie mit ”Die Gnade unseres Herrn Jesus sei mit euch“. Oft schloss er auch mit ”Gnade sei mit euch allen“ und begann viele Briefe mit ”Gnade, Barmherzigkeit und Friede von Gott, unserem Vater, und Jesus Christus, unserem Herrn“. Paulus verwendete diese und ähnliche Formulierungen, um die Bedeutung der Gnade im Leben derer zu betonen, an die er schrieb.
Wir dürfen die Gnade Gottes niemals aus den Augen verlieren oder sie als selbstverständlich ansehen, denn obwohl sie kostenlos war, war sie nicht billig: “Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich war, wurde er doch um euretwillen arm, damit ihr durch seine Armut reich würdet” (2 Kor 8,9).
Anker für heute:
Gnade, so singen wir, Gottes Gnade durch Jesus;
Gnade, die Quelle des Friedens für den Menschen;
Die Gnade, die uns von jedem Leid befreit;
Anmut, zu hoch, als dass der Gedanke sie erfassen könnte;
Gnade, das Thema der Liebe Gottes selbst;
Anmut, das Thema aller oben genannten Themen.
-Thomas Kelly