Gott gebraucht zerbrochene Dinge

“Die Opfer, die Gott schätzt, sind ein zerbrochener Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz.”
Psalm 51:17

Als meine Kinder klein waren, brachten sie mir immer ihr kaputtes Spielzeug. Was ich nicht reparieren konnte, landete meist im Müll, denn so geht man eben mit kaputten Dingen um. Aber Gott wirft kaputte Dinge nicht weg; er will sie gebrauchen. Der verstorbene Vance Havner sagte einmal: “Gott gebraucht Zerbrochenes. Zerbrochener Boden bringt eine Ernte hervor, zerbrochene Wolken spenden Regen, zerbrochenes Getreide gibt Brot, zerbrochenes Brot gibt Kraft. Aus dem zerbrochenen Alabastergefäß verströmt Duft. Und aus Petrus, der bitterlich weint, kehrt er zu größerer Macht als je zuvor zurück.”

Denken wir an all die Male in der Heiligen Schrift, in denen Gott Dinge zerbrach, um andere zu segnen. Erst als Jakobs natürliche Kraft gebrochen war, als er sich im Ringkampf die Hüfte verrenkte, konnte Gott ihn auf machtvolle Weise segnen. Erst als Gideons 300 Soldaten die Krüge in ihren Händen zerbrachen, die ihre Zerbrochenheit symbolisierten, konnte das verborgene Licht der Fackeln erstrahlen und den Feind besiegen. Erst nachdem die arme Witwe das Siegel ihres letzten Ölkrugs gebrochen und begonnen hatte, das Öl auszugießen, vermehrte Gott es auf wundersame Weise, um ihre Schulden zu begleichen und ihren Bedarf zu decken.

Erst als Maria ihr schönes Alabastergefäß mit dem Salböl zerbrach und es dadurch nutzlos und wertvoll machte, erfüllte sein herrlicher Duft das Haus und Jesus wurde geehrt. Tatsächlich vermehrte sich das Brot erst, als Jesus die fünf Brote nahm und brach, um die 5000 zu speisen. Durch das Brechen der Brote selbst geschah das Wunder. Im Brechen geschieht etwas Wunderbares, weshalb das Brot des Lebens, der Herr Jesus, seinen Leib für uns brechen ließ, wohl wissend, dass kein Knochen an seinem Leib gebrochen wurde (Johannes 19,36; Psalm 34,20). Als er aber das Abendmahl einsetzte, nahm er Brot und sprach: “Nehmt, esst; dies ist mein Leib, der für euch gebrochen wird” (1. Korinther 11,24).

Im Hinblick auf seinen Tod verglich sich der Herr Jesus mit einem Weizenkorn, das in der Erde vergraben und zerbrochen wird. Erst dann entfaltet sich sein inneres Leben und bringt Hunderte weiterer Samen und Körner hervor (Joh 12,24). Der Herr lehrt uns weiter, dass auch wir auf ähnliche Weise zerbrochen werden müssen, wenn wir wahre Nachfolger Christi sein wollen.

Gott gebraucht zerbrochene Dinge. Er kann uns am besten gebrauchen, wenn wir in seinen Händen formbar sind und dem Meistertöpfer erlauben, das Gefäß nach seinem Gutdünken neu zu gestalten (Jer 18,4).

Anker für heute:
“Oh brich mein Herz; brich es, siegreicher Gott,
Auf dass der ewige Quell des Lebens in alle Welt fließen möge.
Oh, brich mir das Herz; aber zerbrich es wie ein Feld
”Wird gepflügt und für die Ernteerträge aufgebrochen.“
– Thomas Toke