Ein Leben, das den Herrn verherrlicht

Ein Leben, das den Herrn verherrlicht, ist ein Leben, das Gott denen näherbringt, mit denen es in Berührung kommt!

Genau das tat das Leben des Herrn Jesus. Sein Leben war vollkommen und verherrlichte Gott. In Psalm 69 lesen wir von den inneren Gefühlen und Leiden des Herrn Jesus (Ps 69,2–4.7–12.20–21). Doch wir sehen auch, was ein solches Leben zur Ehre Gottes bewirkte, wenn der Psalm prophetisch vom Herrn sagt: “Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und ihn preisen mit Danksagung” (Ps 69,30).

In Hebräer 10,5 lesen wir, dass der Herr Jesus derjenige war, den Gott gebrauchte, um uns nahe zu sein. Dort heißt es: “Opfer und Gaben hast du nicht gewollt, aber einen Leib hast du mir bereitet.” Diese Worte stammen aus Psalm 40, der den Herrn als Brandopfer beschreibt. Weiter heißt es: “Alle, die dich suchen, sollen sich freuen und jubeln in dir; die deine Rettung lieben, sollen immerdar sagen: ‘Der Herr sei gepriesen!’” (Ps 40,16).

Das war das Wirken des Herrn Jesus. Er verherrlichte Gott in jeder Hinsicht und brachte ihn uns dadurch nahe. Die Heilige Schrift sagt: “Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.” Und weiter: “Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, voller Gnade und Wahrheit.” (Johannes 1,1.14). In Johannes 14,9 konnte er sagen: “Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.” Er verherrlichte Gott. Er war “Gott, der im Fleisch erschienen ist”. In und durch seinen Leib brachte er Gott uns nahe, damit wir seine Größe erkennen konnten.

Auch unser Leben sollte Gott verherrlichen! Ich glaube, die Heilige Schrift lehrt uns, dass unser ganzes Wesen Gott verherrlichen soll – unser Geist, unsere Seele und unser Leib.

Denken wir an Marias Worte in Lukas 1,46: “Meine Seele preist den Herrn.” Die Seele ist der Sitz unserer Gefühle, daher wollte sie in ihrem Innersten ihren Gott verherrlichen. Johannes der Täufer hatte denselben Wunsch, als er über den Herrn Jesus sagte: “Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen” (Johannes 3,30).

Auch wir sollten diesen Wunsch haben – dass der Herr nicht nur in unserem Innersten emotional verherrlicht wird, sondern auch in und durch unseren Körper. Paulus bringt dies zum Ausdruck, wenn er sagt: “Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst, denn ihr seid teuer erkauft worden. Darum verherrlicht Gott mit eurem Leib und mit eurem Geist, die Gott gehören.”

Anker für heute:
Ganz praktisch gesehen sollte unser Leben den Herrn für alle sichtbar machen!