Christusähnliche Christen

“Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.”
Galater 5:22–23

Die Bibel sagt viel über Früchte. Das Wort erscheint über 100 Mal im Alten Testament und etwa 70 Mal im Neuen Testament. Den Herrn loben (Hebr. 13,15), Seelen für Christus gewinnen (1. Kor. 16,15) und gottgefällige Werke (Kol. 1,10) gelten allesamt als Formen von Früchten. Aber wenn Paulus, der Apostel Wenn er von der Frucht des Geistes spricht, meint er in erster Linie die Charaktereigenschaften Christi, die im Nachfolger Christi geformt werden.

Man könnte sich fragen: Wie geschieht das? Ist es das Ergebnis bewusster Anstrengung meinerseits als Christ? Stehe ich morgens auf und sage: “Heute werde ich die Frucht des Geistes hervorbringen”? Die Frucht des Geistes in meinem Leben hervorzubringen, hat wenig damit zu tun, mich mit der Frucht selbst zu beschäftigen, sondern alles damit, mich mit Christus zu beschäftigen.

Wir sollen unsere Zuneigung und unseren Sinn auf das Himmlische richten, wo Christus ist (Kol. 3,1–2).

“Wenn ihr nun mit Christus auferstanden seid, so sucht das, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Richtet euren Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische… Nun aber sollt ihr all dies ablegen: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, schmutzige Reden aus eurem Mund… So zieht nun an als Auserwählte Gottes, Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld” (Kol 3,1–2.8.12).

Die Gesundheitslehre lehrt uns, dass wir sind, was wir essen. Das gilt auch für den geistlichen Bereich. Wenn wir uns von Christus nähren und uns ganz auf ihn konzentrieren, wirkt der Heilige Geist in uns, um sein Ebenbild zu formen. Diese neun Eigenschaften sind Ausdruck der Frucht Gottes im Leben eines Gläubigen.

Manche haben versucht, diese neun Eigenschaften in Gruppen einzuteilen, indem sie behaupteten, die ersten drei seien auf Gott ausgerichtet, die zweiten drei auf andere und die letzten drei auf das Selbst. Doch in Wirklichkeit wünscht sich der Geist Gottes, dass all diese Eigenschaften in jedem Bereich unseres Lebens und zu jeder Zeit sichtbar sind, damit Christus alles und in allem sei (Kol 3,11).

Anker für heute:
Erst wenn wir uns auf ihn konzentrieren und unser Herz auf ihn richten, haben wir die Kraft, die Werke des Fleisches abzulegen und die Züge Christi anzunehmen.