Geheiligt für den Gehorsam

Petrus, ein Apostel Jesu Christi, an die Pilger der Zerstreuung in Pontus, Galatien, Kappadokien, Asien und Bithynien, die nach der Vorsehung Gottes, des Vaters, zur Heiligung des Geistes auserwählt sind zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi: Gnade sei mit euch und Friede in Fülle.
1 Petrus 1,1–2

Alle Gläubigen sind durch den Heiligen Geist Gottes in einer besonderen Stellung auserwählt. Diese Heiligung beschreibt die objektive Tatsache, dass Gott einen Sünder annimmt und ihn zu seinem einzigartigen Kind macht. Er sondert Gläubige als sein besonderes Volk ab. Der Begriff “Heiligung” betont hier das einzigartige Wirken des Heiligen Geistes, durch das wir dem Evangelium im Glauben gehorchen, um mit dem Blut Christi besprengt zu werden.

Die Stellung Gottes als auserwähltes Volk bezeichnet unsere Stellung vor Gott. Dieser Aspekt unserer Heiligung bildet das Fundament dessen, was oft als fortschreitende oder praktische Heiligung bezeichnet wird.

Die Heiligung hat zum Ziel, in uns einen christusähnlichen Charakter zu entwickeln, indem sie Gehorsam in unserem gesamten Leben bewirkt. Genau das meinte Petrus mit dem Ausdruck “zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi”. Dies führt uns zurück zu Exodus 13,2 und 24,3–8, wo die Besprengung die Weihe zum Dienst symbolisiert. Die Besprengung bezieht sich auf die alttestamentliche Anwendung von Blut zur Sühne der Sünden. Der Sinn der alttestamentlichen Opfer bestand nicht nur darin, Blut zu vergießen, sondern es auch anzuwenden.

Die Kraft, ein Leben im Gehorsam gegenüber Christus zu führen, entspringt der Erkenntnis des Werkes, das der Herr Jesus Christus bereits vollbracht hat.

Anker für heute:
Die Kraft, für Christus zu leben, entspringt unserer Stellung in Christus und besteht darin, ein Leben zur Ehre Gottes zu führen, selbst inmitten von Widerstand um uns herum.