“Aber es kommt die Stunde, ja, sie ist schon da, in der die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter.”
Johannes 4:23
In Johannes 4 lesen wir von Jesu Begegnung mit der Samariterin am Brunnen. Aus dieser Stelle lassen sich viele Lehren ziehen, doch ich möchte mich auf das Thema Anbetung konzentrieren, das der Grund für diese Begegnung war. Der Herr begegnete dieser Frau genau dort, wo sie war, und erkannte die tiefe Sehnsucht ihres Herzens. Er machte ihr deutlich, dass sie nach etwas dürstete, ohne selbst zu wissen, wonach. Er zeigte ihr, wie leer ihr Leben gewesen war, als sie versucht hatte, die tiefe Sehnsucht in ihrem Herzen zu stillen. Sie spürte eine Leere, die selbst fünf Ehemänner nicht füllen konnten. Das Leben in Sünde hatte die Leere in ihrem Herzen weder gestillt noch erfüllt. Warum? Weil sie geschaffen war, um ihren Schöpfer anzubeten und eine Beziehung zu ihm zu haben.
Als das Thema Anbetung zur Sprache kam, erwähnte der Herr, dass der Vater Anbeter sucht und dass Gott, da er Geist ist, im Geist und in der Wahrheit angebetet werden muss. Diese Frau suchte nach dem Sinn des Lebens, musste aber erkennen, dass sie geistlich tot war. Nur durch eine Begegnung mit dem Gott, der Geist ist, konnte sie in ihrem eigenen Geist wieder lebendig werden. Wie bei dieser Frau am Brunnen musste auch unser Geist erweckt – lebendig gemacht – werden, und sobald dies geschehen ist, können wir Gott im Geist anbeten.
Wenn wir versuchen, unsere Sünde vor Gott zu verbergen, wenn wir sie ihm nicht bekannt haben, können wir ihn nicht anbeten. Genau das erfuhr König David. Er beschrieb es so, als würden seine Knochen altern und seine Lebenskraft sich in die Dürre des Sommers verwandeln (Psalm 32,3–5). David konnte Gott nicht anbeten, bis er seine Sünde erkannte (Psalm 51,14–17). Er konnte nicht vor Gott verbergen, was in seinem Herzen war. Gott sehnt sich nach der Wahrheit im Innersten (Psalm 51,6). Das bedeutet, Gott im Geist und in der Wahrheit anzubeten.
Anker für heute:
Vater des Lichts, dessen göttlicher Wille durch Dein wahrhaftiges Wort
Du hast uns gezeugt und uns zu Deinem gemacht, Du seist ewig angebetet.